Ein Historisches Datum
31.10.1839
Beginn der industriellen Fertigung von Kameras in Dresden

Am 31. Oktober 1839 begann die industrielle Fertigung von Kameras in Dresden. Die französische Regierung hatte des Daguerresche Prinzip freigegeben, um "der Menschheit das photographierte Bild erlebbar" zu machen. Schnell etablierte sich in Dresden eine Zahl von Kameraherstellern, und ein ganzer Industriezweig entstand in dieser Region.

In  den Kamerawerkstätten wurde die erste Kamera im Jahre 1919 produziert. Ende der dreißiger Jahre übernahm Charles A. Noble aus Detroit das Werk, in dem zu dieser Zeit die Spiegelreflexkamera "Pilot" (6 x 6), das Vergrößerungsgerät "Praxidos" und der Projektor "Episkop" gebaut wurden.

Es folgte die Entwicklung und Produktion der ersten Kleinbild-Spiegelreflexkamera "Praktiflex" unter Verwendung des heute noch marktüblichen Prismas zur aufrechten Wiedergabe des Bildes im Sucher.

Nach 1949 erfolgte eine schrittweise Zusammenführung der gesamten photographischen Industrie in der DDR zum Kombinat "Pentacon". Pro Jahr wurden etwa 400.000 Kameras hergestellt und überwiegend exportiert. Die Forschung und Entwicklung des gesamten Kombinates konzentrierte sich fast ausschließlich in unserem heutigen, seit 1939, bestehendem Stammhaus.

 

1920

Die legendäre "Patent-Etui-Kamera" der Kamera-Werkstätten aus dem Jahre 1920, die zusammengeklappt (35 mm) extrem flach war.

 





1939

Die Zweiformat-Spiegelreflexkamera "Pilot-Super" mit Metallklappen-verschluß: das Bildformat 4,5 x 6 cm - eine damals sehr gefragte und äußerst zuverlässige Kamera.

 

1945

Gesichter der "Praktiflex" - Unter sowjetischer Besatzung wurden von Mai bis Dezember 1945 etwa 50.000 Kameras produziert und als Reparationszahlung komplett übernommen.

 

1952

Von 1947 bis 1952 erfolgte die Weiterentwicklung der "Praktiflex" zur "Praktica" und schließlich zur "Praktina". Die "Praktina" war übrigens die erste einäugige Kleinbild-Spiegelreflex-Kamera der Welt, die als Systemkamera angeboten wurde.

 

 

1992

Panorama-Kamera Noblex Pro 150 : 1992 entwickelt nach dem Prinzip der natürlichen, raumerfassenden, menschlichen Sehweise - eine einzigartige Kamerakonstruktion.

1994

Nach der deutschen Vereinigung, der Liquidation des Pentacon-Kombinates 1991 und der Rückübertragung unseres Betriebes an die Familie Noble wurde durch eine kleine Gruppe von Technikern und Ingenieuren ein Neubeginn geschafft. Mit dem am Standort vorhandenem Wissen und der dazugehörigen Portion Enthusiasmus gelang es schon 1992, die Noblex PRO dem Fachpublikum vorzustellen. Diese innovative und bis heute einzigartige Konstruktion der Panorama-Kamera führte 1994 zur Entwicklung und Vorstellung der Kleinbild-Panorama-Kamera Noblex 135. Nach dem Unternehmensverkauf 1997 und der Gründung unseres heutigen Unternehmens wurden neue Geschäftsfelder erschlossen und bestehende weiter ausgebaut.

Die Noblex 135: das Pendant zur großen PRO. In dieser Kamera vereinen sich viele Vorzüge auf kleinstem Raum. In der Edelschmiede KAMERA WERK DRESDEN wurde der Traum, Bilder aufzunehmen, die der natürlichen Sehweise des Menschen entsprechen, Wahrheit.
Im Jahr 1996 wurde dann die erste in unserem Unternehmen entwickelte
CMOS-Kamera vorgestellt. Der daraus entstandene Geschäftsbereich INDUSTRIELLE KAMERASYSTEME wird seitdem konsequent weiterentwickelt, um den vielfältigen Aufgaben der Überwachungstechnik, Prozeßsteuerung sowie den Anforderungen an eine kostengünstige Visualisierung hochdynamischer und/oder schnell ablaufender Ereignisse Rechnung zu tragen. Speziell die weltweite Verwendung in Flugzeugandocksystemen spricht für die Qualität, Zuverlässigkeit und Langlebigkeit dieser Kamerasysteme, hergestellt im KAMERA WERK DRESDEN.